Sonntag, 30. August 2015

„Es war einmal ein Oberhemd“

Kommentare:
 
Ich verfolge schon lange die „Stoffspielereien“ mir größter Hochachtung vor den Damen die da mitmachen. So viele kreativen Ideen! Leider bin ich selber kein so kreativer Kopf, ich bin eine Handwerkerin im klassischen Sinn. Das Thema in diesem Monat entspricht  aber vollkommen meinen Möglichkeiten. Aus alten Hemden, die in diesem Haushalt reichlich anfallen, mache ich gerne und oft etwas Neues und Anderes.

Die Vorstellung beginnen ich mit dem ältesten Stück und arbeite mich zu meiner letzten Arbeit vor.

Der Hemdenquilt,
Größe: 99cm x 120 cm
Beachtet den Rand, da ist auch Hemdenstoff verwendet. Typisches Muster aus den 1990 Jahren.
 
Der Blau/weiß Quilt,
Größe 170cm x 130 cm
diesen habe ich 2011 gemacht, Details könnt ihr hier nachlesen.
Die Delfter Polster:
Die Idee ist aus „Simply Kreativ Patchwork 01/2015“ Diesem Heft  waren Hexagon Schablonen beigelegt und ich habe begonnen meinen Fundus an blauen Stoffen zu verarbeiten. Die Hexagons bestehen hauptsächlich  aus Stoffen aus Amsterdam, dort als Delfter Stoffe gekauft. Der Rand und die Rückseite sind  alte Hemden. Für den Verschluss der Polster habe ich gleich die Knopfleiste der Hemden genommen. Hat sich auch schon im täglichen Gebrauch bewährt.




 

 

 





Delfter Kannen und Tassen:
Weil ich mir die Polster so gut gefallen haben überlegte ich wie nett erst Kannen aus den Delfter Stoffen aussehen könnten. Ein bisserl gegoogelt und schon fand ich fantastische Papiervorlagen nicht nur für Kannen sondern auch für einen Tassenstapel. Übrigens, die Papiervorlagen sind zwar sehr kleinteilig aber sehr gut zu arbeiten. Daraus wurde ein Wandbehang der die Küche meiner Tochter zieren soll. Der Rand  und Zwischenstücke des Quilts sind aus alten Hemden meines Mannes. Auch für die Tassen und Kannen habe ich kleine Stückchen Hemdenstoff verarbeitet, z.B. einen karierten Hemdenstoff auf dem ich einmal Druckproben machte. (siehe rechte Quiltseite, der Tassenstapel oben, mittlere Tasse)


Yogatasche:
Normalerweise nähe ich bei den Yogataschen innen ein kleines Tascherl mit Zipp ein. Unlängst habe ich eine Tasche gemacht bei der ich aus einem alten Hemd VT ein eine kleine Tasche gemacht habe. Das war nicht schwer, an den Untertritt habe ich noch Stoff vom Rücken angenäht und als Tasche abgenäht, statt dem Zipp dienen jetzt die Knöpfe des Hemdes als Verschluss der Tasche. Außen ist die Brusttasche eines anderen  Hemdes so verwendet, dass sie ebenfalls als Tasche verwendet werden kann.


Seit ich blogge fotografiere ich (fast) alle Hemden bevor ich sie zerschneide. Stellvertretend für alle hier verwendeten Hemden zeige ich Euch eines. Dieses habe ich einerseits zu einem Polster verarbeitet und  anderseits bildet es auch den äußeren Rand der „Delfter Kannen und Tassen“. So ein Hemd ist doch viel Material.



Ich nehme an ihr kennt alle MILCH, das ist eine Wiener Designerin die nur mit alten Hemden und alten Herrenhosen neue Kleider designt. Hat zwar mit mir persönlich nix zutun passt aber zum Thema.


Ich habe im Frühjahr auch probiert aus einem großen, alten Hemd ein Hemd für mich zu machen. Ich kann sagen es geht, enger nähen die Schultern rein versetzten Ärmel wieder rein... aber ich habe schon bei den Proben gesehen, dass ich das niemals anziehen werde. Ich weiß nicht zu mir passt das nicht obwohl ich es mir schick vorgestellt hatte. Ich habe daher abgebrochen und nicht fertig genäht sondern gleich zerschnitten und zur Yogatasche verarbeitet.

Nachtrag
Leider habe ich vergessen zu erwähnen, dass Ihr die Beiträge zum Thema "Es war einemal ein Oberhemd"  im Rahmen der Stoffspielereien  im August gesammelt bei Suschna findet.

Kommentare:

  1. Ganz wunderbar, die Kannen und Tassen im Paperpiecing gefallen mir besonders gut. Ich kann Hemden auch nicht wegwerfen, die Stoffe sind so schön.

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  2. Das ist ja ein beachtliches Repertoire an verwendeten Herrenhemden!!!! Die Vorliebe für blaue Musterungen hält alles wunderbar zusammen.Die Kissenrückseite mit der Knopfleiste zu verarbeiten ist Spitze.VG kaze

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  3. Vielen Dank für Eure lieben Kommentare. Zum Glück trägt mein Mann jetzt ausschließlich blaue oder blau/ weiße Hemden in guter Qualität. So macht es Sinn den Stoff wieder zu verwenden und die ähnlichen Farben machen es auch einfacher. Bei dem ersten Quilt = der älteste Quilt habe ich auch anders färbige Hemdenstoffe verarbeitet, damals trug mein Mann schon auch mal ein rot gestreiftes Hemd.
    LG
    Teresa

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  4. Das ist ja eine Riesensammlung an Hemdenprojekten! Die Patchworkdecken und Kissen und das Paperpiecing sind wunderschön, gerade auch mit dem Zusammenhalt durch die Blauabstufungen und verschiedenen Muster einfach toll.
    Ich stelle fest, dass du mehr Hemden verarbeitet hast, als hier im Haushalt überhaupt zu finden wären :)

    Und die Hemdenknopfleiste als Kissenrückseite hab ich mir auch gleich geistig notiert, das ist ja wirklich auch noch sehr praktisch dazu.
    LG frifris

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    1. Die Polster sind 40x40 cm und das geht sich bei einem Herrenhemd XL/ untailiert gut aus. Ich hasse Knopf annähen daher finde ich es angenehm wenn das schon erledigt ist. :)

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  5. Es ist schön, wie sorgfältig du auch mit dem scheinbar wertlosen ausrangierten Material umgehst und das liebevoll verarbeitest.
    Deine Sachen sind alle so schön gestaltet und zeigen was Patchwork ursprünglich von der Kommerzialisierung war. Kreative Weiterverwendung. Großartig!!

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  6. Deine vielfältigen 2-Verwertungen von Hemdenstoffen sind alle liebevoll, ideenreich und farblich sehr harmonisch. Mein Favorit sind die Delfter Kannen und Tassen.
    LG Ute

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  7. Das sind wunderbare Sachen - alle! Mir gefällt auch der bunte Quilt sehr gut. So ein monochromer Mann ist aber schon sehr praktisch. Mir gefällt auch, wie du konsequent und kreativ alle Teile der Hemden verarbeitest.
    Herzliche Grüße,
    Malou

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  8. Danke fürs Zeigen deiner Hemdenprojekte. Da gibts ja einiges an Inspiration.
    Liebe Grüße
    Ines

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