Montag, 7. August 2017


Ich stricke im Sommer...auch bei Hitze ...die Strickprojekte sind die ideale Begleitung in den Garten. In den letzten Wochen war stricken zwar wirklich nur am zeitigen Vormittag möglich, es war in Österreich wirklich sehr heiß. Aber ein bisserl ist doch was weiter gegangen...

Ihr seht auf dem Bild meine „Projektsackerl“ abgebildet. In einem ist die Trachtenweste die ich für meinen Mann stricke, im nächsten Sackerl ist mein nächstes Projekt eine Jacke für mich und im dritten Sackerl sind Sockengarne und laufende Sockenprojekte. Wenn ich hier die Sackerln von Wolle Wien zeige ist das keine Werbung. Ich erwerbe in diesem Geschäft Wolle  ganz normal und bekomme nichts geschenkt. Ich bin aber von der Qualität der Wolle und der netten Art der Inhaberin überzeugt.

Herren Trachtenweste
Anleitung: Schachenmayr/ Inspiration (Best of Trachten und Landhausmode Heft Nr: 141)
Wolle: Merino 90 von Wolle Wien
Status: fertig
Diese Weste ist nun fertig gestellt, genau genommen habe ich sie schon das zweite Mal gestrickt. Vor Jahren habe ich das gleiche Modell schon einmal für meine Mann gestrickt.  Leider war die Qualität der Wolle nicht besonders gut und kraus recht gestrickt gibt sehr nach.  Im letzten Winter hatten wir festgestellt, dass die Weste wirklich schon sehr groß geworden war, besonders die Ärmel waren schon extrem lang geworden. So habe ich freudig angeboten eine neue Weste zu stricken. Mein Mann wollte aber genau das gleich Modell nochmals haben. Leider hatte ich das Anleitungsheft entweder verborgt oder verloren. Zweiteres kann ich mir nur schwer vorstellen weil die Gelegenheiten bei denen man ein Strickanleitungsheft verliert eher selten sind. Kurzum, das Heft ist weg und im Wollgeschäft gab es ein neueres Heft mit den gleichen Anleitungen wie im alten Heft ergänzt von ein paar neueren Modellen.  Diesesmal habe ich die Weste und die Ärmel ohne Nähte gestrickt. Die Ärmel habe ich mit dem Nadelspiel  rundgestrickt und den Körper der Weste bis zum Armloch in einem Stück.  So habe ich in den letzten, sehr heißen Woche n die Weste gestrickt.


Le Scarabée Bleu
Anleitung: von La Maison Rililie
Wolle: Concept  by Katia /Merino - silk und Cashmere Blend
Status: Maschenprobe gemacht

Diese Jacke hat mich auf den ersten Blick begeistert und ich nehme es auf mich, mich durch die englische Anleitung zu quälen. Hat vielleicht eine von Euch die Anleitung in Deutsch oder die Jacke schon gestrickt?
Socken,
ja Socken stricke ich eigentlich immer. Da brauche ich nicht nachdenken oder mich mit einer Anleitung beschäftigen, das geht nebenbei und auch sehr gut beim Serienschauen oder fernsehen.

Donnerstag, 20. Juli 2017


Jetzt im Sommer und im Urlaub habe ich endlich Zeit alle diese Sachen zu machen die ich immer schon probieren wollte. Na ja, immer schon bedeutet nicht, dass  ich schon als Kind unbedingt Batiken wollte. Aber schon vor einem Jahr ist mir die Shibori Technik in einem Journal

 
untergekommen und ein bisschen später war es auch bei den Stoffspielerein Thema.

Bei mir dauert alles ein bisserl länger, alle Ideen müßen ein erst sacken,  aber ich lasse Euch gerne teilhaben wie das passiert:

Eigentlich wollte ich ein weißes Waffelpique Tuch, das ich in der Pilatesstunde als Auflage auf der Matte verwende, färben. Hierfür hatte ich schon lila und rosa Batikfarbe gekauft. Das Tuch ist aber viel zu dick und die Struktur zu unruhig. Als ich da ein bisserl gefaltet habe sah ich, dass das so nicht gehen kann.
Und Shibori Batik in Rosa/lila ist auch nix.

So blieb das Tuch weiß und die Idee im Hinterkopf...

Im Frühling, bei der großen Seidenstoff „Wer will mich“Aktion, blieben dann zwei weiße Stücke Seide über die vorerst niemand wollte.  Da erinnerte ich mich an die Shibori Idee und schon war der Plan geboren es mit diesen Seiden zu probieren.
Dann habe ich blaue Batikfarbe gekauft. Was eigentlich ein Bruch mit der Tradition ist. Klassische Shibori Batik färbt man mit Indigo. 
Ich färbe manchmal Texilien in der Waschmaschine mit Farbe aus dem Beutel (das ist dann nicht Batikfarbe) und habe damit immer beste Erfahrungen  gemacht. Daher viel mir die Wahl ganz leicht, ich bin noch nicht reif für Färben mit Naturfarben. Wer weiß vielleicht kommt das noch, später...irgendwann...nie.

Der nächste Schritt war dann das färben und es ist wirklich gut geworden. 

 
Das eine Stück Stoff ist weißer Seidensatin und das andere Stück ist auch fließend aber kein Satin.

Die rutschige Seide war nicht leicht zu falten.

Die Dreick hat mein Mann aus dem Boden von Obstkisten geschnitten. Leider hat eine etwas abgefärbt, ist aber am Rand und stört nicht.
 Beim Färben als alles gleich dunkelblau wurde war ich unsicher ob das was wird. Sicherheitshalber habe ich die Farbe noch aufgehoben. Ich dachte sollte das komisch werden färbe ich halt alles einheitlich dunkelblau. Das war aber nicht notwendig.


Mein Plan war, wenn das Färben gelingt mache ich mir einen Morgenmantel aus dem Stoff. Jetzt gefällt mir der Stoff so gut , dass ich schon überlege eine Bluse oder Tunika zu machen. Mittlerweile habe sich auch schon Familienmitglieder für den Stoff angemeldet.😊

Montag, 10. Juli 2017


Update Stoffdiät - ich brauche neuen Stoff, sonst dreh ich durch. 
Stragtegien gegen die Rückfallgefahr!

Ich habe mich, angespornt durch die Stoffdiät, wirklich sehr bemüht keinen unnötig  Stoff einzukaufen und großzügiger und mit leichtem Herzen Stoff zu verarbeiten. Nicht erst auf den perfekten Moment/Schnitt/Anlaß zu warten sondern die erst beste Gelegenheit zu ergreifen, daher ist für mich ist die Stoffdiät ein echter „Bringer“,

* So habe ich aus einem Teil der in Berlin gekauften Stoffe zu einem Sichtschutz für die Terrasse meiner Tochter verarbeitet. Der alten Teresa, vor der Stoffdiät, wäre das sicher schwer gefallen, weil ich immer zuerst überlege ob man den netten Stoff auch mal für was anderes brauchen kann. Für ein Projekt bei dem nicht der rasche Verschleiß schon vorprogrammiert ist.  Aber jetzt verarbeite ich mit lockerer Hand und siehe da der Sichtschutz ist hübsch geworden und meine Tochter freut sich. Sollte er am Ende des Sommers verschließen sein nähe ich nächstes Jahr einen neuen.
Stoffverbrauch 4,5 Meter

Die Pflanzen sind schon viel größer, das Bild ist schon ein paar Wochen alt
* Das nächstes Projekt war nicht geplant und ist mir eigentlich zufällig passiert. Der Stoff ist mir untergekommen als ich einen passenden Stück Stoff für das Anfertigen des  You tube tutorial suchte. Siehe da der Rest des Wickelkleides war doch noch so viel Stoff, dass es für ein weiteres Projekt reichen würde. Zuerst überlegte ich einen Rock zu nähen und diesen zu besticken aber ich brauche keinen weiteren Rock. Ich brauche aber eine kurze Hose für den Garten also eigentlich für die Gartenarbeit.  Der Schnitt ist aus einem alten Brigitte Sonderheft. Das ganze ist vielleicht nicht besonders schön aber genau so wie ich es zur Gartenarbeit brauche. Genug Taschen um alles Mögliche einzustecken, der Rücken ist nicht frei wenn ich mich bücke und der Bauch 😩 hängt auch nicht raus.
Stoffverbrauch 1,5 Meter und ein altes Hemd von meinem Mann zum Verstürzen der Träger und des Latzes
 

 

Da Ihr mich in meiner Gartenkluft seht könnt ihr Euch denken was ich den Sommer über mache und warum ich wenig Zeit zum Nähen habe – ich arbeite im Garten und wenn ich nicht in den Beeten bin dann koche ich Marmelade und Säfte ein. Ribisel und Himbeeren sind fast schon erledigt nächste Frucht die verarbeitet werden will ist Marille. Und in Österreich ist es seit Wochen jetzt schon sehr heiß! Bei mir besteht also wenig Rückfallgefahr, ich habe also weder Zeit noch Kraft für einen Stoffeinkauf.

Ich werde jetzt probieren diesen Beitrag zu verlinken und mal schauen was die anderen Damen zum Thema Stoffdiät berichten. Nochmals herzlichen Dank an Frau Küstensocke für diese gute Idee und die Linksammlung!

Montag, 12. Juni 2017


Mein Bügelbrett ist alt, meine Großmutter hat es in den 1930 Jahren vom Tischler anfertigen lassen. Ich bügle darauf seit ich, vor gefühlten 100 Jahren, in meine erste eigene Wohnung gezogen bin.
Ich liebe diese Bügelbrett, es istdstabil und unverwüstlich, zwei Mal im Jahr überziehe ich es neu sonst gab es noch keine Reparaturen. Wie schon öfter erwähnt bügle ich oft und gerne.
Wir verbringen im Sommer viel Zeit in unserem Gartenhaus  und ich bügle auch dort,  das mag für viele sehr komisch klingen oder verrückt, aber ja ich bügle auch wenn ich nicht nähe. Bettwäsche, Geschirrtücher, Tischtücher, Servietten, Hemden usw. Mein zweites Bügelbrett war bis jetzt ein ganz normales aus dem Supermarkt. Es nervt mich schon seit Jahren. Es ist kippelig und insgesamt nicht sehr wertig.
Daher suche ich schon länger auf Flohmärkten nach einem alten Bügelladen und obwohl ich oft auf Flohmärkten bin, habe ich bisher keinen gefunden. Unlängst habe ich sogar darüber nachgedacht mir, nach dem Muster meines alten Bügelbretts, ein neues Anfertigen zu lassen.  Von dieser Idee abgeschreckt haben mich nur die zu erwartenden Kosten.

Am vergangenen Wochenende waren wir auf dem Feschmarkt in der Ottokringer Brauerei  und bei einem Vintage Händler fand ich mein neues, altes Bügelbrett.  Fast hätte ich es übersehen, der Bügelladen ist mir erst beim zweiten vorbei laufen an dem Stand aufgefallen.
Mit dem Händler hatte fast einen „Pretty Woman Moment“ (ihr kennt sicher die Szene aus dem Film – sie wäre für weniger geblieben und er hätte auch mehr gezahlt) also in meinem Fall war es natürlich andersrum. Ich habe zwar gehandelt aber ich hätte auch den geforderten Preis bezahlt und wahrscheinlich, wäre ich bestimmter gewesen, hätte er vom Preis noch etwas mehr  nachgelassen. Aber so waren wir beide zufrieden, ich sogar überglücklich.
Der Händler meinte, dass das Bügelbrett wahrscheinlich auch aus den 1930 Jahren stammt. Es ist aber keine Einzelanfertigung, es trägt an der Unterseite einen Markenstempel. Es ist dennoch aus Holz, sehr schwer, steht stabil und es hat sogar ein eingebautes Ärmelholz. 

 

Das neue Bügelbrett ist ein bisschen niedriger und ein kleines bisschen kürzer als mein altes. Die Fotos täuschen ein wenig weil die Bügelbretter versetzt stehen schaut es aus als wäre das neue viel kleiner.
Wir haben den Bügelladen quer durch Wien transportiert und zwar mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Straßenbahn/ U-Bahn/ Bus). Der Händler hatte uns launig mitgeteilt, dass andere Kunden schon größere Stücke öffentlich transportiert hatten auf meine Frage ob ich es in seinem Geschäft abholen könnte zu einem späteren Zeitpunkt. 
Übrigens: Bügelladen ist der österreichische Ausdruck für Bügelbrett. Ich habe ihn extra zwischndurch eingestreut damit er nicht in Vergessenheit gerät.

Dienstag, 6. Juni 2017

Endlich hatte ich Zeit und die nötige technische Unterstützung meiner Tochter um das, in meinem Blogeintrag Jeanskleid „Ditte“ aus LMV versprochen, Video zu machen.

1)   Es ist möglich eine Nahttasche in der gleichen Naht zu machen in der auch der Reißverschluss ist. 
2)   Wann ist es notwendig  Reißverschluss und Nahttasche  in der gleichen Naht zu machen zu machen?  Wenn bei einem Rock zwei Seitennahttaschen erwünscht sind und der Reißverschluss aus optischen Gründen nicht in der hinteren Mitte sein soll oder bei einem Kleid wo es nicht möglich ist einen Reißverschluss in der Rückenmitte zu machen weil ein Kragen gemacht wird  oder auch aus optischen Gründen der RV hinten nicht zu sehen sein soll.  Das Kleid sollte eine Taillennaht haben. 
3)   Der Zuschnitt unterscheidet sich nicht von dem üblichen Zuschnitt, Taschenbeutel werden wie sonst auch zugeschnitten und die Nahtzugabe unterscheidet sind nicht von der Nahtzugabe einer anderen Seitennaht in der ein RV eingenäht wird. Ein Taschenbeutel sollte auf jeden Fall aus Oberstoff sein weil dort später der Reißverschluss eingenäht wird und der Stoff natürlich zu sehen sein wird.

So sieht Reißverschluss und Tasche auf der gleichen Seite aus
beim Rock (Rock hier schon mal gezeigt)
beim Kleid
Bitte sehr, hier ist das Video:


Ich hoffe ihr könnt mit dem Video was anfangen und es gut nachvollziehen.
Gerne beantworte ich alle Fragen die sich ergeben sollten.

Montag, 29. Mai 2017



Ach, ja die lange Geschichte der mintgrünen Wolle!
Schon im Jahr  2012 habe ich die Wolle (2 Stränge) gekauft in der Absicht einen Lace –Schal daraus zu stricken. Ich habe zwar ambitioniert begonnen bin aber über das im Foto gezeigt Stadium nie hinaus gekommen. 

2013 habe ich dann noch Mohair dazu gekauft und einen Pullover gestrickt. Der ist fertig geworden aber ich habe ihn selten an. Für diesen Pulli braucht es das richtige Wetter, nicht zu kalt wegen dem Lochmuster aber noch nicht richtig warm weil das Mohair dann doch warm ist. Aber im Frühling und Herbst nutze ich jede kleine Wettermöglichkeit und führe diesen Pulli aus.
Danach hatte ich aber immer noch was von der Wolle! Also habe ich etwas davon auch in den Stephan West Mystery KAL verstrickt. Aber es ist immer noch reichlich Wolle übrig geblieben.
Also habe ich auf Ravelry gesucht und einen Schal gefunden der genau für diese Wolle entworfen ist und eine interessante Technik verwendet.
Meine Kästchen sind manchaml sehr schön und manchmal weniger schön geworden, warum ist mir ein Rätsel ich habe mich immer gleich bemüht den Faden fest anzuziehen. Zum Glück ist der überwiegende Teil der Kästchen besser gelungenen.  Egal, insgesamt ist der Schal gut geworden, die kleinen Ungenauigkeiten sieht man beim Tragen nicht.
Größe: 190 cm x 45 cm

 
besser gelungesnes Kästchen

nicht so gut gelungenes Kästchen
 
auf diesem Foto sieht man auch die großen Kästchen die auf den anderen Fotos nur bei sehr genauer Betrachtung zu sehen sind

Übrig geblieben ist mir  immer noch ein ganzer Strang!   Diese Wolle wird nur sehr langsam weniger. 😐 

Mittwoch, 17. Mai 2017


Schon vor einiger Zeit habe ich ein Jeanskleid genäht und auch hier im Blog schon darüber geschrieben.  Leider war das Wetter in den letzten Woche nicht passend für das Tragen eines Kleides.  Letzten Sonntag, Muttertag hat mich meine Tochter zu „Bühnenzauber“ einer Bühnentechnikshow ins Burgtheater eingeladen. Hier kann man einen kleinen Eindruck davon bekommen.
Es war sehr interessant die technischen Daten der Bühne zu hören und einmal die Dimensionen zu erahnen wie groß der Teil der Bühne ist den man normalerweise nicht sieht. Es gab auch einen Film über die Maske zu sehen, leider gab es keinen Einblick in Garderoben oder Schneiderei, Kostüme scheinen dann doch nicht jeden zu interessieren.

Da es eine Matinee war und ein schöner Frühlingstag, habe ich mein Jeanskleid ausgeführt. Mit dem Hintergedanken, dass meine Tochter Fotos in schöner Umgebung machen wird.

Und tha tha tha  – hier sind die Fotos und ich kann sie Euch beim MMM präsentieren. 

wir hatten Plätze in der ersten Reihe

Vor der Vorstellung spazierten diverse Tiere durch den Zuschauerraum, mit mir fotografieren ließ sich ein Eichhörnchen mit Nuß. Unter dem Eichhörnchenkostüm steckt übrigens eine Schauspielschülerin namens Ida Golda


seitliches Stiegenhaus
 Noch ein paar Gedanken zum Fotografieren will auch noch anbringen. Heute ist es ja üblich überall zu fotografieren, im Restaurant ebenso wie auch im Theater. Als wir am Sonntag im Burgtheater die Fotos machten ist mir eingefallen, dass wir vor vielen Jahren, meine Tochter war noch klein, bei einer Kinderorstellung im Burgtheater waren. Weil man das Kind nicht oft im Kleidchen mit Spitzenstrumpfhose und Lackschuhe sah, wollten wir im Theater schöne Fotos machen. Schon an der Garderobe wurde uns die Kamera abgenommen ( Kameras waren damals noch groß und nicht zu verstecken). Wir durfen nicht einmal Fotos von unserem Kind im Foyer machen. Fotografiern war im Theater absolut verboten. 
Am letzten Sonntag wurde nicht nur von uns fotografiert und es war gar nicht so leicht ein menschenleeres Stiegenhaus zu finden.
 
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